Andreas Riedl

[one_third]Andreas Riedl ist seit 2006 Geschäftsführer des Dachverbandes für Natur- und Umweltschutz in Südtirol. Nach dem Abschluss des Diplomingenieurstudiums “Kulturtechnik und Wasserwirtschaft” an der Universität für Bodenkultur in Wien arbeitete er projektbezogen am Land- und Forstwirtschaftlichen Versuchszentrum Laimburg. Seit 2011 ist er außerdem Präsident des Landesfischereiverbandes Südtirol, für den er bereits seit 2003 ehrenamtlich tätig ist. [/one_third][two_third_last]21.10.2014 19:00 | Ser F0.03 | BY DESIGN OR BY DISASTER TALK #7

DAFÜR – UND NICHT DAGEGEN!

Müssen wir uns rechtfertigen? Für unsere Arbeit, für unseren Einsatz, für unsere Überzeugung. In letzter Zeit sieht es fast so aus. Durch unsere Opposition gegen brachiale Pistenprojekte liegt die Verantwortung für den Rückgang am Interesse für’s Skifahren (oder der finanziellen Möglichkeiten der Familien) bei den Umweltschützern. Auch beim Windpark auf dem Brenner ist es uns in erster Linie um einen innovations- und investitionsfeindlichen Ansatz gegangen. Auch die Girlaner Kellerwelten bleiben weiterhin Vision, weil wir uns nur ungern von 20 Hektar Wald trennen, obwohl der doch in Südtirol so reichlich vorhanden ist. So oder ähnlich lauten die mehr oder weniger unverhohlenen Vorwürfe gegen die Umweltschützer. Und gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten, in denen auch wir in Südtirol nicht mehr aus dem Vollen schöpfen können wird das Klima wärmer aber der Ton rauher. Auch wir Fundis sollen unseren Beitrag zum Aufschwung leisten und endlich aufhören grundsätzlich gegen jedes Projekt und jede Investition zu sein. Einfach öfters mal undifferenziert zustimmen – oder zumindest nicht dagegen arbeiten. Diese Sicht der Dinge ist aber bereits im Ansatz falsch.Um es mit den Worten von Albert Einstein zu sagen: „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ Wir wollen nicht Mehr von dem, das uns diese Situation eingebrockt hat. Man löst sich nicht aus dem Netz der Krise, indem man umso vehementer zappelt. Wir brauchen endlich ein Bewusstsein das das Wohl des Menschen ins Zentrum des wirtschaftenden Handelns stellt, nicht der schnelle Profit. Wir brauchen endlich etwas Neues! Und dies lässt sich bestens am Beispiel der Energiewende und den erneuerbaren Energien in Südtirol zeigen.

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Wir sind für eine Welt, in der nicht der schnelle Profit, sondern das Leben zählt. Wir wollen nicht mehr von den Dingen, die Ursachen der aktuellen Krisen sind. Wir brauchen etwas Neues! Wie so etwas aussehen kann, lässt sich am Beispiel der Energiewende und der erneuerbaren Energien in Südtirol zeigen. [/two_third_last]